Dem Ende nah

Manchmal denke ich darüber nach einfach zu gehen, alles hinter mir zu lassen und neu an zu fangen. Machmal denke ich darüber nach ob meine Familie ohne mich besser dran wäre. Ich weiß nicht ob es die richtige Entscheidung war in meiner Lage ein kind zu bekommen. Ich habe oft das Gefühl es reicht meinem kleinem Mann nicht aus was ich tu. Ich mache und tue und er schreit trotzdem ununterbrochen. Oft denke ich er wäre ohne mich, seine Mutter (eine einzige Katastrophe) besser dran. Doch wie würde sein Leben ohne mich aussehen? Meistens bin ich der Meinung, ihm würde es besser gehen, er würde ruhiger Leben und vllt sorgloser aufwachsen. Ich weiß dass ich mir zu oft und zu schnell selbst die Schuld an allem gebe. Ich bin in den letzten Jahren stark zum Pessimisten mutiert bin. Meine Mutter meinte letztens ich könne stolz auf mich sein, ich meistere dass doch alles sehr gut. Und ich dachte mir nur “was sieht diese Frau nur“ bis mir einfiel “Ach ja nebenbei leide ich ja auch noch an einer Wahrnehmungsstörung“ Ich muss mich öfter daran erinnern, nicht inmer alles so schnell so ernst zu nehmen. Meistens regeln sich meine Gedanken schnell von allein, dennoch machen sie mir Angst. Jedes mal fürchte ich dass diese Gedanken mich übermannen und ich die nächste Gelegenheit nutze un zu türmen. Und dann besinne ich mich wieder. Dann frage ich mich immer und immer wieder wie ich auf diese Gedanken komme. Ich würde doch NIEMALS mein Kind im Stich lassen. Ich liebe ihn abgöttisch und würde mein letztes Hemd geben. Er ist und bleibt mein Ein und Alles. Unser Weg wird lang unf steinig und ohne den Rückhalt meines Mannes würde ich das sicher alles nicht packen. Ich bin ihm unendlich dankbar, in guten und in schlechten Zeiten. Bis bald. Eure C.

11.8.15 20:37, kommentieren

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Der Freund einer Freundin, dessen Freunde

Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine größere Freude. Doch manchmal kommt alles anders als man denkt. Aber von vorne. Wir waren ein ziemlich bunt gemischter Haufen, unsere Clique würfelt sich zusammen. Alles zwischen 18 und 26 tummelte sich iwo. Eigentlich war es immer lustig, der Zusammenhalt stimmte und es war immer was los.. Ob Gartenparty, dvd abende, kino, zusammen kochen oder ähnliches. Es war immer jemand da und wir standen alle für einander ein. Doch im letzten Jahr hat sich viel geändert. Der Kreis wurde schon immer kleiner. Zu meinem Geburtstag im vergangenen Oktober waren wir grade mal 10 Leuts. Mich störte es nicht, weil ich wusste auf diesen kleinen Kern kann man sich verlassen. Und dann kam die Nachricht von unserer Schwangerschaft. Die Freude darüber war riesig bei allen. Doch mit der Zeit, änderte sich mal wieder alles. Ich hatte viel mit Neid meiner eigentlich besten Freundin zu kämpfen. Es gab unendlich viel Zickenkrieg zwischen uns, zeitweise war sogar komplett funktstille. Iwie versicherte mir jeder alles bleibt gleich, doch ich wusste ein kind verändert nicht nur mein Leben sondern auch das meiner Freunde. Und so kam es, je runder ich wurde desto mehr verließen uns. Von besten Freunden im Stich gelassen. Ich hab lange daran geknabbert zu akzeptieren, dass "WIR" kaum noch erwünscht waren. Von heute auf morgen wurde man gemieden. Die Frage nach dem Warum war nie größer. Ständig hörte ich nur noch "es geht bei dir nur noch um das Baby". Man ja, ich bin schwanger und freue mich dermaßen auf den kleinen, sorry! Ich versuchte mich in der Zeit zurückzuziehen, mich wollte eh niemand sehen, redete ich mir ein. Wieder einmal musste ich schmerzlich lernen, das der Schein trügt und nicht alles Gold ist, was glänzt. Einige Zeit verging, zu meinen Freunden zähle ich mittlerweile wenige. Und wieder einmal komme ich zu dem Zeitpunkt der Geburt. Ich war echt überrascht wer mich alles besuchen kam und auch auf facebook meine Freude teilte. Das half mir dabei, meine eigenen Gefühle nicht ganz so ernst zu nehmen. Seitdem ich zuhause bin kann ich meine Freunde an einer Hand abzählen. Doch das ist jetzt nicht weiter schlimm. Mittlerweile bin ich total froh dass nur noch ein paar hansels geblieben sind. Denn sie sind die besten die man haben kann. Ich bin immer wieder erstaunt wie flexibel meine Freunde sind, wie locker sie das alles nehmen und hilfsbereit sind. Wie sooft im Leben muss man es so nehmen wie es kommt und das Beste draus machen. Man muss sich eben mit Dingen arrangieren können. Auf diesem Weg nochmal ein riesen Dankeschön an meine Lieblingsmenschen. Bis bald. Eure C.

10.8.15 12:43, kommentieren